Deine 15 Minuten Me Time

„Me Time“
Ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte: „Für viele Menschen ist es LUXUS, sich etwa 90 Minuten ‚Me Time‘ am Tag zu gönnen.“ Das ist ungefähr die Zeit, die ich mir gern für meine Yogapraxis nehme. Ich persönlich finde, dass 90 Minuten eine schöne Länge für eine Yogaklasse sind: genug Raum, um den Atem zu spüren, Asana und Pranayama zu praktizieren und anschließend in eine längere Tiefenentspannung zu gehen.
Doch wenn es im Tagesablauf Stress bedeutet, sich diese „Me Time“ überhaupt einzuplanen, ist das wenig hilfreich, um zur Ruhe zu kommen. Für viele Menschen ist genau das ein wichtiger Grund, Yoga zu praktizieren.
Yoga kann eine schöne Möglichkeit sein, bewusster mit dem eigenen Körper und Atem in Kontakt zu kommen und sich eine bewusste Auszeit vom Alltag zu nehmen. Mehr dazu findest Du in unserem Beitrag So verbessert Yoga die mentale Gesundheit. Auch Faszienyoga kann eine Möglichkeit sein, Bewegung und bewusste Körperwahrnehmung miteinander zu verbinden. Wenn Du mehr über Meditation erfahren möchtest, findest Du in unserem Blogbeitrag zu den 8 wichtigsten Meditationstechniken weitere Anregungen.
Und vielleicht muss „Me Time“ dabei gar nicht immer 90 Minuten dauern. Manchmal reichen schon ein paar bewusste Minuten, um kurz innezuhalten und wahrzunehmen: Wie geht es mir gerade eigentlich – und was brauche ich?
Etablieren einer regelmäßigen „Me Time“
Um den Zeitdruck herauszunehmen und eine regelmäßige „Me Time“ in den Tagesablauf einzubauen, habe ich eine fünf- bis fünfzehnminütige Yogapraxis für Dich zusammengestellt. Du kannst Dir die Videos auch jederzeit auf dem YouTube-Kanal von chakrana anschauen.
Mobi
Sie besteht aus einer fünfminütigen Mobilisationssequenz, die Du regelmäßig in Deinen Tagesablauf für Deine „Me Time“ einbauen kannst. Zum Beispiel direkt nach dem Aufstehen, im Büro oder im Homeoffice oder auch vor Deiner Yogapraxis. Es geht vor allem darum, die Wirbelsäule durch verschiedene Bewegungen zu mobilisieren. Alle Übungen werden dynamisch durchgeführt. Perfekt fürs Büro, denn Du kommst dabei kaum bis gar nicht ins Schwitzen.
Schultergürtel
Der zweite Teil besteht aus einer zehnminütigen Sequenz für den Schulter- und Nackenbereich. Eine Mischung aus einfachen und etwas anspruchsvolleren Übungen für den Schultergürtel. Vor allem, wenn Du regelmäßig vor dem Computer sitzt, lohnt es sich, Deinen Schulterbereich zu bewegen und zu kräftigen und ihm zwischendurch bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. Die Übungen können dabei helfen, Bewegung in den Schulterbereich zu bringen und Verspannungen vorzubeugen.
Gerade im Büro oder Homeoffice kann diese kurze Sequenz eine schöne Möglichkeit sein, Dir zwischendurch ein paar Minuten Me Time zu gönnen und wieder bewusster mit Deinem Körper in Kontakt zu kommen.
Wenn Du sogar fünfzehn Minuten „Me Time“ aufbringen kannst, empfehle ich Dir, beide Sequenzen hintereinander zu praktizieren. Dafür gebe ich Dir die zwei Videos an die Hand. Das Mobi-Video kannst Du direkt mitmachen. Das Video für den Schultergürtel dient dazu, Dir die Bewegungsabläufe zu veranschaulichen.
Für unterwegs kannst Du Dir die detaillierten Übungsbeschreibungen für Deine „Me Time“ hier herunterladen: Blogbeitrag Me Time
Natürlich sind das nur einige wenige Übungen, die für den Schultergürtel sinnvoll sein können. Ich bin Ashtanga-Yoga-Lehrerin und finde es durchaus wertvoll, sich zunächst auf wenige Übungen zu konzentrieren, diese in Ruhe zu erlernen und erst nach und nach neue Übungen hinzuzunehmen. So entsteht die Möglichkeit, eine Übung wirklich kennenzulernen und die eigene Bewegung und Körperwahrnehmung bewusster zu beobachten.
An dieser Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, dass ich es wichtig finde, regelmäßig an Yogaunterricht in Präsenz teilzunehmen. Gerade wenn Du noch wenig Erfahrung mit Yoga hast, kann die persönliche Begleitung dabei unterstützen, Bewegungsabläufe besser kennenzulernen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was sich für Deinen eigenen Körper stimmig anfühlt. Gleichzeitig geht es beim Yoga nicht darum, jede Übung zu perfektionieren, sondern den eigenen Körper immer besser wahrzunehmen.




Diese Sequenzen sollen Dich dazu motivieren, Dir regelmäßig eine kurze „Me Time“ zu nehmen.




